Wie geht es mit Premiere weiter?
10. Oktober 2008 | Von Mario | Kategorie: Pay-TVWas bisher geschah: Nachdem Georg Koffler Nachfolger Georg Börnicke nun auch das Handtuch warf und Rupert Murdochs Mannen das Runder in die Hand nahmen wurde erstmal richtig ausgemistet. Dabei viel auf das man statt der bisher genannten 4 Millionen Abonnenten, in Wirklichkeit nur knapp 3 Millionen Kunden hat.
Wie kann sowas passieren? Ganz einfach, man zählt einfach alles was irgendwann mal Kunde war und Kunde sein könnte. So wurden Gutscheine, die möglicherweise gar nicht eingelöst wurden, verschenkte Receiver oder auch noch nicht zurückgeschickte Smartcards gezählt.
So nachdem nun also ausgemistet wurde und alles an die Öffentlichkeit kam gings abwärts mit der Premiere-Aktie (Stand: 10.10.08 bei 2,77€). Wie tief die Aktie noch fallen kann weiß wohl keiner so genau.
Wie geht es nun weiter? Ich seh da 3 Möglichkeiten:
Möglichkeit a) Murdoch nutzt den tiefen Kurs und steigt komplett bei Premiere ein. Ob Murdoch dabei was verändern kann ist meiner Meinung fraglich. Wahrshceinlich würde er die Abo-Kosten erhöhen was in Deutschland noch weniger Kunden zur Folge hätte.
Möglichkeit b) Murdoch lässt Premiere gegen die Wand fahren und übernimmt damit die Infrastruktur Premieres für “n Appel und n Ei”. Das währe wohl die billigste Möglichkeit für ihn. Zusätzlich könnte er damit recht günstig seine Sky-Familie um “Sky Germany” erweitern.
Möglichkeit c) Murdoch sieht wie schwer es das Pay-TV in Deutschland hat, zieht sich aus Premiere zurück und lässt der Firma ihr Schicksal. Was das heißt kann wohl noch keiner genau sagen.
Vielleicht gibt es auch eine ganz andere Möglichkeit die ich jetzt noch nicht sehe, ich wüsste aber nciht welche. Das einzige was sich sagen lässt ist das es um Premiere so oder so schlecht steht. Das Problem ist einfach der schwierige Stand des Pay-TVs in Deutschland. Dies liegt wohl an der, gegenüber anderen Ländern, doch recht guten und großen Auswahl des Free-TVs. Es bleibt also nur übrig recht günstige Abos mit einer unglaublichen Exclusivität zu vereinen. Iwe man das umsetzen könnte weiß ich nicht, da ich zum Beispiel keine Ahnung über die höhe der Werbegelder habe.